Mai 2, 2008
[aus: idw-online]
Jan Philipp Reemtsma heißt der Empfänger der Ferdinand-Tönnies-Medaille, die die Kieler Universität im Jahr 2008 zum ersten Mal verleiht. “Unser Anliegen ist es, Zivilcourage und unbestechliches, mutiges Eintreten für die humanen Grundwerte unserer Gesellschaft auszuzeichnen”, so Professor Thomas Bauer, Rektor der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Initiator der Auszeichnung. “Professor Reemtsma verkörpert diese Grundwerte in einmaliger Weise. Seine gesamte Arbeit als Wissenschaftler, Publizist und Förderer ist Ausdruck eines mutigen und unabhängigen Geistes, dem es um den Erhalt von Recht, Gerechtigkeit und Menschenwürde geht. Er ist ein überaus würdiger Preisträger in der Nachfolge Ferdinand Tönnies’. Wir sind stolz, dass er die Auszeichnung unserer Universität annimmt.”
Näheres zu Tönnies u.a. auch
hier
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Verfasst von hjbove
März 1, 2008
Zur Ergänzung hier die momentanen Gesamtzahlen der DB (Stand:02.03.2008):
- IBSS (Subset Sociology): 735.000
- SocIndex (Volltext): 1.918.000
- Sociological Abstracts: 826.575
- OLC (Soz.wiss.): 303.125
- IBZ: 2.956.240
- wiso sozialwissenschaften (nur SOLIS): 364.818
zum Vergleich: GoogleScholar English, Subject Area Social Sciences, Arts, and Humanities: ~4.130.000
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Verfasst von hjbove
Januar 21, 2008
Die Magazine Focus und Spiegel öffnen ihre Archive. Seit kurzem bietet Focus die Möglichkeit an, ab der dritten Ausgabe von 1993 im Volltext zu recherchieren (Stichwort, Rubriken- und Autorensortierung, Chronologie). Wohin die ersten beiden Ausgaben verschwunden sind, konnte ich noch nicht feststellen. Die neuesten Ausgaben bleiben zudem kostenpflichtig bzw. die Titelgeschichte ist kostenpflichtig, der Rest frei zugänglich. Leider wird ausser dem Cover nichts im Originallayout (z.B. als pdf) angeboten. Verschiedenen Quellen zufolge sollen in den nächsten Wochen weitere Funktionalitäten frei geschaltet werden.
Der Spiegel will (und wird) in Kürze nachziehen (müssen). Mit “Spiegel Wissen” soll es dann gleich ein ganzes Rechercheportal werden inklusive Vollzugriff auf alle Printausgaben und auf das SpOn-Archiv kombiniert mit Artikel aus den Bertelsmann Lexika, Wikipedia und weiteren Wörterbüchern.
Das Portal als Ergebnis eines Joint Venture zwischen SPIEGELnet GmbH und der Bertelsmann-Tochter Wissen Media Group (Wissen Media Verlag und wissen.de) wird im Frühjahr 2008 online gehen. Zu testen gibt es also leider noch nichts.
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Verfasst von hjbove
Dezember 16, 2007
Seit kurzem ist Sowiport online, ein neues Fachprotal für die Suche nach sozialwissenschaftlicher Literatur. Hier die ersten (Negativ- und “Gemischt-”)Eindrücke. Im zweiten Teil der Bewertung werden demnächst die postiven Aspekte folgen.
- Sowiport und Marketing: Ausser in der Liste des Berliner Arbeitskreises Information wurde bisher nicht auf das neue Angebot hingewiesen: weder in Inetbib, Netbib, noch in sozialwissenschaftlichen Informationsplattformen.
- Zukunft der CSA-Daten: Die CSA-Datenbanken sind elementarer Bestandteil bzw. Erfolgsfaktor des Angebots. Die dahinter stehende Nationallizenz umfasst den Zeitraum bis 2009. Nach Ablauf der DFG-Förderung verlöre sowiport wesentlich an Aktualität und Attraktivität.
- Die Attraktivität von sowiport besteht u.a. in der Einbindung unterschiedlicher bibliographischer Datenbanken, deren Funktionsumfang (bei CSA-DB) in Gänze indes erst nach einer Anmeldung unter nationallizenzen.de zur Verfügung steht. Wer hier die Erstanmeldung „bewältigt“, weiss einfachere Registrierungsverfahren zu schätzen. Für alle anderen bleibt die Hoffnung auf den baldigen Einsatz von Shibboleth.
- Bertelsmann-Stiftung: Leider geht weder in Sowiport noch auf den Seiten von Bertelsmann hervor, weshalb gerade die Datenbank der Bertelsmänner einen Mehrwert für sowiport bietet. Einige konkretere Angaben wären dienlich, zumal bisherige Projekte der Stiftung im Bibliotheksbereich wenig Bezugspunkte erkennen lassen, warum jetzt aktiv ein sozialwissenschaftliches Portal gefördert wird.
- RSS: Leider bietet weder die News-Seite (mit bisher wenig Meldungen), noch die Such-/Trefferseite die Möglichkeit an, RSS-Feeds zu abonnieren. Dieses Muss sollte zumindest in einer weiteren Ausbaustufe kommen, um die Standards kommerzieller Anbieter als auch zunehmend virtueller Fachbibliotheken und OPACs zu erreichen.
- Personalisierungsfunktionen: Auch im Bereich der Personalisierung sind die Entwicklungen in den letzten Jahren voran geschritten. Attraktive Angebote müssen heute Alertdienste, Abspeichern von Suchergebnissen in persönlichen Konten, etc. anbieten.
- Farbgestaltung: Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen streiten…
- Usability: Die Thesaurus-Navigation ist intuitiv. Allerdings wäre eine Verknüpfung zwischen Deskriptor im Thesaurus und dahinter stehender Treffermenge im Datenpool für ungeübte Nutzer hilfreich.
- Suchwörter: Leider sind die gesuchten Begriffe in der Ergebnisanzeige nicht hervorgehoben dargestellt. Gerade bei einer Überall-Suche kann dies sehr nützlich sein, zumal wenn die standardmäßige Treffereinstellung nach Relevanz (nach Titel) zugunsten der chronologischen Darstellung verändert wird.
- Content: Ein quick and dirty-Test zu „demographischer wandel“ und „osteuropa“ führt in Sowiport zu 3 Treffern, in Google Scholar zu 240. Vernachlässigen wir jetzt einmal die geringe Aussagekraft von 240 Treffer in GS, so erscheint für einen schnellen Überblick zum Thema ggf. das PDF „Demographischer Wandel in Mittel- und Osteuropa“ von C.Pohl relevant zu sein, der im Volltext in GS angeboten, indes noch nicht einmal als vollständig frei zugängliche bibliographische Angabe in Sowiport. Es bleibt zu hoffen, dass es in Sowiport mittelfristig gelingt auch frei zugängliche und relevante Quellen in großem Umfang darzubieten. Laut eines Vortrages wird hier gerade im Rahmen von SSOAR –SocialScience Open Access Repository an diesem Ziel gearbeitet.
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Verfasst von hjbove