Heute war wieder ein Tag zum Aufregen: Bekämpfen deutsche Verlage, allen voran (?) der Verlag Ulmer die bösen Bibliotheken (§52b) und gewinnen (vorläufig) vor Gericht, und bekämpft das deutsche Verlagswesen in Gestalt des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den bösen Monopolisten Google (Google Books Settlement) und erzielt hier aufgrund des Verzichts von Google einen ökonomischen Pyrrhussieg, wird mir wieder einmal die Unzulänglichkeit der Internetaktivitäten deutscher Verlage bewusst.
Auf dem Schreibtisch lag heute “ Gute Policey“ von Andrea Iseli (Ulmer UTB) mit dem Hinweis am Ende des Literaturverzeichnisses:
„Diese Literaturübersicht ist eine gekürzte Fassung. Die vollständige Auswahl der Literatur finden sie im Internet unter www.utb-mehr-wissen.de“
Leider weiss ich bis jetzt nicht mehr. Eine Titel- oder Autorensuche (Warum kann ich nur unter „Lehrbücher“ suchen?) führt bei utb-mehr-wissen.de zu 0 Treffern und registrieren will ich mich nicht, zumal ich dann die völlständige Liste vermutlich auch nicht erhalten werde. Eigentlich ist es guter wissenschaftlicher Stil, die Print-Publikation mit einem vollständigen Literaturverzeichnis zu verkaufen. Aber klar: Erst die Printfassung häppchenweise hybrid zu ergänzen/verticken, führt auf Verlagsseite zum Mehrwert: die persönlichen Angaben der Buchkäufer zu Marketing-Zwecken. So nicht, Herr Ulmer!
Ausserdem gab es heute noch „Individualisierung“ von Kron/ Horacek (transcript-Verlag). Hier heißt es so schön:
„Die Beiträge der Reihe Einsichten werden durch Materialien im Internet ergänzt, die Sie unter www.transcript-verlag.de abrufen können.“
Also ab ins Internet (eigentlich ja www, liebe Verlage). Und siehe da, alles ohne Registrierung. Klappt doch. Interview mit dem Autor, auch eine Leseprobe und eine Volltextsuche. Wow, wie fortschrittlich. Gleich nach Weltrisikogesellschaft und Sloterdijk (aus dem Inhaltsverzeichnis) gesucht und siehe da 0 Treffer. Wie bei libreka! nicht anders zu erwarten
Das können Bibliotheken besser, sogar in der sinnfreien Verknüpfung .
Womöglich bedeutet ! bei libreka Achtung: Angebot funktioniert nicht.
Fazit: Dann suche ich doch lieber bei Google Books….Also liebe Verlage, immer schön Partnerverträge mit der Datenkrake abschliessen, weil indexieren und darbieten können die echt besser.